Was ist Verlustverrechnung?
Verlustverrechnung beschreibt das steuerliche Prinzip, Verluste aus Kapitalanlagen mit Gewinnen zu verrechnen, um die Steuerlast zu senken. Für Trader bedeutet dies: Verluste aus einem Trade können mit Gewinnen aus anderen Trades verrechnet werden, sodass nur der Nettogewinn versteuert wird.
Wichtig zu beachten ist die Trennung der Verlusttöpfe: Verluste aus Aktienverkäufen können nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet werden. Verluste aus anderen Kapitalanlagen (z. B. ETFs, Anleihen, Derivate) fallen in den allgemeinen Verlusttopf und können mit allen Kapitalerträgen außer Aktiengewinnen verrechnet werden. Nicht verrechnete Verluste werden automatisch in Folgejahre vorgetragen.
Von 2021 bis 2024 galt eine umstrittene Verlustverrechnungsbeschränkung für Termingeschäfte (Futures, Optionen, CFDs), die Verluste auf 20.000 Euro pro Jahr begrenzte. Der Bundesfinanzhof erklärte diese Regelung für verfassungswidrig, und sie wurde abgeschafft. Verluste aus Termingeschäften können heute wieder vollständig verrechnet werden.
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